ROY CERAMICS SE: GEPLANTE PRODUKTIONSVERLAGERUNG BEEINFLUSST GESCHÄFTSERGEBNISSE ZUM DRITTEN QUARTAL

Frankfurt, 30. November 2015 – Das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2015 der Roy Ceramics SE („ROY“) war vor allem vom Verkauf der beiden wichtigsten operativen chinesischen Tochtergesellschaften in Vorbereitung auf die Verlagerung der Produktion in die USA geprägt. Die schwachen Ergebnisse im dritten Quartal 2015 spiegelten somit durchgehend die Schließung der Fabrik und die Geschäftsabwicklung von ROY in China wider.

Resultierend aus der Veräußerung der beiden wichtigsten operativen Tochtergesellschaften in China an die White Horse Holdings Limited sank der Umsatz im dritten Quartal 2015 auf 9,7 Millionen Euro (Q3 2014: 28,2 Millionen Euro). In den ersten neun Monaten 2015 verringerten sich die Umsätze von ROY Ceramics leicht um 4,5 Prozent von 74,0 Millionen Euro auf 70,7 Millionen Euro. Hinsichtlich der beiden Produktsegmente von ROY, machte das Segment „Keramikprodukte“ mit einem Umsatz von 28,1 Millionen Euro (9M 2014: 42,6 Millionen Euro) 39,8 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der Umsatz im zweiten Segment „Nichtkeramisches Badzubehör“, das 60,2 Prozent (9M 2014: 42,5 Prozent) zum Gesamtumsatz beitrug, stieg deutlich um 35,3 Prozent auf 42,6 Millionen Euro (9M 2014: 31,5 Millionen Euro). Die äußerst positive Entwicklung im Segment „Nichtkeramisches Badzubehör“ spiegelt die Strategie von ROY wider, den Fokus von margenschwächeren Basis-Keramikprodukten hin zu höherwertigerem nicht-keramischen Bad-Zubehör zu verlagern, wie zum Beispiel WC-Sitze mit fortschrittlichen Automatik-Funktionen.

Der Bruttogewinn ging im Zeitraum von Januar bis September 2015 um 45,7 Prozent auf 15,8 Millionen Euro zurück (9M 2014: 29,2 Millionen Euro), was einer Bruttogewinnmarge von 22,4 Prozent entsprach (9M 2014: 39,4 Prozent). Neben dem Verkauf der operativen Tochtergesellschaften waren die schwierigen Marktbedingungen in China, die ROY zwangen, Preisnachlässe zu gewähren, die Ursache für den Rückgang des Bruttogewinns und der Bruttogewinnmarge. Durch den Verlust aus der Veräußerung der Tochtergesellschaften in Höhe von 12,1 Millionen Euro und die Schließung der Fabrik in Peking im dritten Quartal 2015, sank auch das EBIT auf -9,8 Millionen Euro (9M 2014: 16,3 Millionen Euro). Bereinigt um den negativen Sondereffekt aus dem Verkauf der beiden Tochtergesellschaften, erreichte das EBIT von ROY in den ersten neun Monaten 2015 2,3 Millionen Euro.

Verlagerung der Produktion von China in die USA
Der Verkauf der beiden chinesischen Tochtergesellschaften zu einem Kaufpreis in Höhe von 80,0 Millionen US-Dollar, der im Oktober 2015 stattfand, legt den Grundstein für die Verlagerung der Produktion der ROY Ceramics von China in die USA. Der Käufer, die White Horse Holdings Limited, muss den Kaufpreis bis zum 30. Juni 2016 zahlen. Der Großteil der Zahlung von White Horse ist bereits bis 31. Dezember 2015 zu erwarten.

Die neue hochmoderne Fabrik wird voraussichtlich nach Houston, Texas verlagert, da dieser Standort Vorteile hinsichtlich Energieversorgung, Transport, Rohstoffangebot und Lohnkosten sowie bessere klimatische Bedingungen und Steuervorteile bietet. Um die Produktion in der Übergangszeit, während die neue Fabrik in den USA gebaut wird, aufrecht zu erhalten, wurden Vereinbarungen mit einer renommierten Keramik-Fabrik in Thailand getroffen, um den Zugang zu OEM-Keramikprodukten, welche entsprechend der Herstellungs- und Design-Expertise von ROY produziert werden, zu gewährleisten. Die nicht-keramischen Accessoires werden weiterhin von ROYs bestehenden Lieferanten in Italien und China hergestellt.

Anpassung des Gesamtjahresausblicks
Die geplante Verlagerung der Produktion wird sich wahrscheinlich negativ auf das Geschäft von ROY in China im vierten Quartal 2015 auswirken: Folglich hat ROY Ceramics die im Halbjahresbericht 2015 gegebene Gesamtjahresprognose in Bezug auf das operative Ergebnis nach unten korrigieren müssen. Im vierten Quartal 2015 erwartet das Management so lange keine weiteren Umsätze, bis die OEM-Anlage in Thailand in Betrieb genommen werden kann. Darüber hinaus könnte das EBIT im vierten Quartal durch die Kosten, die durch den Transport der Anlagen und Maschinen von Peking nach Thailand und in die USA entstehen werden, negativ beeinträchtigt werden. Somit wird für das vierte Quartal ein Nettoverlust erwartet, der hauptsächlich durch die betrieblichen Gemeinkosten getrieben ist. Die ROY Gruppe wird mit dem nächsten Schritt ihres Restrukturierungsprozesses fortfahren, sobald der erste Teil der Zahlung von White Horse Holdings Limited eingegangen ist. Dies ist voraussichtlich bis Ende Dezember 2015 zu erwarten.

Über ROY Ceramics SE
ROY Ceramics gehört zu den Top 10-Unternehmen im chinesischen Markt für Sanitärwaren. Die Gruppe entwickelt, gestaltet, produziert und vermarktet hochwertige Sanitär-keramikwaren und Accessoires für Badezimmer. Durch Verwendung deutscher Technologien bietet ROY – verglichen mit anderen nationalen Herstellern in China – Produkte von konkurrenzloser Qualität an. Die Marke ROY richtet sich im Wesentlichen an Luxushotels, exklusive Immobilien, öffentliche und gewerbliche Gebäude, Immobilienentwickler, Einzelhandelsfilialen, Architekten und Design-Häuser. Die ROY Ceramics vertreibt ihre Produkte über ein sorgfältig ausgewähltes Vertriebsnetz aus eigenen Flagship-Showrooms, Franchise-Filialen und Distributoren.